Die Essbare Stadt
Adresse Hauptteil der Essbaren Stadt:
Am Stadtgraben 1 – 27
Direkt an der Stadtmauer zwischen „Koblenzer Tor“ und „Ottenturm“.
Anfahrt:
Von Koblenzer Straße aus kommend in Richtung Am Stadtgraben einbiegen.
Parkmöglichkeiten befinden sich z.B. in der „Tiefgarage Am Rathaus“ oder im „Parkhaus Am Stadtgraben“.
Eintritt:
Der Eintritt ist jederzeit kostenfrei.
Öffnungszeiten:
Die Essbare Stadt ist jederzeit besuchbar.
Sonstiges:
Die Gehwege durch die Essbare Stadt sind Teil nicht barrierearm und nicht befestigt.
multifunktionalen „Essbaren Stadt“ neue Wege, lässt öffentlichen Grünräumen neue Funktionen zukommen und motiviert die Bürger sich für den Lebensraum in der eigenen Stadt einzusetzen.
Der Anbau von Nutzpflanzen auf öffentlichen Flächen holt die Natur in die Stadt zurück und
schafft neue Zugänge zu einer bewussten, gesunden Ernährung.
Gemüsesorten wie Bohnen und Möhren, Obst- und Beerensorten, Spaliergehölze oder
Küchenkräuter tragen zu einem attraktiven Stadtbild bei und laden zum Ernten ein. Wo es
andernorts heißt „Betreten verboten“ heißt es in Andernach „Pflücken erlaubt!“. Der Anbau
regionaler und seltener Sorten stärkt die Identifikation mit der Heimat und unterstützt die urbane
Biodiversität.
Das Motto 2026: Obstpflanzen
Die Konzepte und Aktionen hatten in den vergangenen Jahren bis heute einen großen Wiederklang in Presse, Fernsehen und Rundfunk gefunden. In einer Vielzahl von Führungen und Seminaren konnte die Konzeption der „Essbaren Stadt Andernach“ erläutert und ausgebaut werden. Mit dem nachhaltigen Konzept der Grünraumplanung nahm Andernach wieder an dem Wettbewerb ‚Entente Florale’ teil. Das Ergebnis: Wieder gab es die Goldmedaille.
Besonders ist hervorzuheben, dass in diesem Wettbewerb Entente Florale ausschließlich Projekte vorgestellt werden, welche langfristig und nachhaltig das Lebensgefühl in der Stadt verbessern.
Nachdem 2010 die Anpflanzung von 101 Tomatensorten auf die Biodiversität im Bereich der Nutzpflanzen hingewiesen hatte, konnte dies 2011 mit Pflanzung von Bohnen fortgesetzt werden. 2012 stand die Zwiebel im Mittelpunkt. Hierfür wurden sowohl Beete mit Nutzpflanzen angelegt. In den folgenden Jahren kamen verschiedene Obstbäume, Salate, Zucchini, Beeren, Kräuter – und sogar Hühner und Schafe mitten in der Stadt dazu. Auch Bienen bevölkern die Bäckerjungenstadt.
Mit der Umgestaltung der kostenaufwändigen Wechselbeete in nachhaltige Staudenbeete wird die ökologische und ökonomische Umgestaltung der Grünanlagen fortgesetzt. Während in den Rheinanlagen kleinflächige Wechselbeete erhalten bleiben, werden Wechselbeete in der Stadt und Stadtteilen in abwechslungsreiche, vielgestaltige und ästhetisch anspruchsvolle Flächenpflanzungen umgewandelt. Hierbei stehen vor allem die beiden Kreisel „Am Wasserturm“ und „Johannesplatz“ im Mittelpunkt.
Das Konzept der „Essbaren Stadt“ wird weiter umgesetzt. Im Bereich des Stadtgrabens wurde eine Vielzahl essbarer und ästhetisch ansprechender Gehölze gepflanzt. Dies reicht von Mandeln, Pfirsich bis zu Mispeln und Birnenspalieren. Dabei gilt es, auch in der Stadt als „Lebens-„mittelpunkt wieder „Lebens“-mittel erlebbar zu machen. Zudem ist es Ziel, städtische Flächen multifunktional zu gestalten, so dass auch ein Nutzaspekt anvisiert wird. Auch soll die städtische Bevölkerung hierdurch mehr für das öffentliche Grün sensibilisiert werden und gegebenenfalls auch in die Nutzung und Pflege eingebunden werden.
Im Bereich der Grundschulen sind Schulgärten entstanden. Zudem ist in Miesenheim ein naturnaher Erlebnisspielplatz entstanden. Zusammen mit dem fahrbaren Schulgarten sind diese Projekte von entscheidender Bedeutung, um die Ideen der Nachhaltigkeit zu vermitteln.